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Archive für Januar 2012
Allzu teurer Ballast
10.1.2012 von admin.
Sicher ist, dass 2012 den Bürgerinnen und Bürgern noch größere Opfer abverlangen wird als bereits in den Vorjahren geschehen. Das Konstrukt des “Haushaltssicherungskonzeptes” lässt per se anderes kaum zu. Um so wesentlicher ist es, jetzt erst recht Augenmaß walten zu lassen. Die sozial-ökonomischen Gesichtspunkte müssen wieder einen besonderen Stellenwert erhalten, will Bad Salzuflen nicht geradezu in “griechischen Verhältnissen” landen.
Statt über die Belastung vieler Einzelner zu möglichst hohen Gesamteinnahmen zu gelangen, müssen die grundsätzlichen Probleme angegangen werden. Dazu ist auch das Staatsbad zu zählen, das mit zwei bis drei Millionen Euro Defizit zu den “Sorgenkindern” im Gesamthaushalt zählt. Die vom Kämmerer eingebrachten Vorschläge zur Umorganisierung sind der richtige Schritt. Bedenken muss man aber, dass viele Kostenträger, die am Staatsbad “kleben”, nur von ihm verwaltet, aber kaum noch verantwortet, geschweige denn genutzt werden. Eine reine Verteilung dieser Kostenträger auf andere Institutionen ohne gleichzeitigen konsequenten Abbau der Kostenursachen führt im Endergebnis aber zu gar nichts. Auch Einzelfallentscheidungen, wie etwa eine mögliche Komplettschließung der Wandelhalle, blieben nur Stückwerk.
DIE Politik in Salzuflen muss sich Gedanken darüber machen, wie das Staatsbad als Aushängeschild von Salzuflen zukünftig überregionale Bedeutung und seinen Charakter als Tourismusmagnet behält, gleichzeitig aber von allzu teuren Ballast befreit werden kann. Derartige Überlegungen bieten auch mannigfache Chancen, wenn man sie mit den Vorstellungen und Wünschen der Bürgerschaft einerseits und der Hotellerie und Gastronomie andererseits in Einklang bringen kann. Erst am Ende wird man sagen können: Das ist es, was wir uns leisten können und wollen.
Wer nur den Status quo festschreiben will, muss ihn letztlich selber bezahlen. Die Stadt kann es nicht mehr…
Matthias Obenhaus
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