Archive für Dezember 2010

Auf die Plätze, fertig, “Tröööt”

Ganz schön “angefressen” wirkte SPD-Fraktionschef Eduard Böger während der jüngsten Hauptausschusssitzung, als er ohne Not noch einmal die Debatte um die Nutzungsendgeltabgaben für Sportvereine aufleben ließ und die Opposition beschuldigte, sie habe während der entscheidenden Fachausschusssitzung die Zuhörerinnen und Zuhörer “aufgeputscht”. Ach Gottchen. Man kann nicht Kinder mit Transparenten, Tröten, Rasseln und Strandbällen erst herzlich begrüßen, wie es der Vorsitzende Manfred Hiltergerke tat, um sie wenige Tage später als renitente Störenfriede zu diskreditieren. Entweder man übt die Leitung eines Ausschusses aus und unterbindet “ungebührliches” Verhalten oder man geht andere Wege und darf sich dann im Nachhinein nicht beschweren.

Na ja, die “Massen” waren tatsächlich etwas “aufgeputscht”. Die einzige Tröte am Tatort ist ein einziges Mal zum Einsatz gekommen (”Tröööt”) . Renate Krolik vom TVE Eintracht war die Übeltäterin. Böses Mädchen.

Und dass nun auch die CDU in dem Stadtsportverbandsvorsitzenden Terschluse einen starrköpfigen Verhinderer ausgemacht haben will, gehört zu der Wirklichkeitsverdrängung, die beide Fraktionen an den Tag legen. Terschluse hat seinen Job gemacht und die Interessen der Vereine vertreten, basta. An Kompromissvorschlägen hat es seitens des Stadtsportverbandes nicht gemangelt. Die “Große Koalition” wollte mehr. Jetzt muss sie sehen, was sie bekommt.

Und diese butterweiche Formulierung, die Vereine könnten die Forderungen ja auf anderem Wege erfüllen, also quasi abarbeiten, ist eine Farce. Leute, verkleidet Euch als Busch- und Strauchwerk und stellt Euch rund um Eure Sporthalle auf. Zeit bemessen, aufschreiben, abrechnen! Oder schneidet das Gras auf Eurem Sportplatz mit der Nagelschere. Dauert länger, kann man in Anrechnung stellen. Oder streicht den Zaun halt zwei Mal, oder drei Mal, oder…

Matthias Obenhaus

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